Immobilie bewerten lassen im Bezirk Eferding: die amtlichen Zahlen
Im Bezirk Eferding kostet Bauland amtlich 138,2 Euro je Quadratmeter. In Alkoven sind es 215,2, in Haibach ob der Donau 68,3. Hier stehen alle Gemeinden des Bezirks mit ihrem Verlauf seit 2016, dazu die amtlichen Wohnungs- und Hauspreise und das, was ein Bezirksdurchschnitt über eine einzelne Liegenschaft sagt.
Wer eine Liegenschaft im Bezirk Eferding bewerten lassen will, findet online mehrere Sorten von Zahlen: Angebotspreise aus Inseraten, Schätzwerte von Portalen und die amtlichen Durchschnittspreise der Statistik Austria. Nur die letzte Sorte beruht auf beurkundeten Kaufverträgen, und nur sie liegt für jede einzelne Gemeinde des Bezirks vor. Genau diese Zahlen stehen hier, dazu die Preise für Wohnungen und Häuser und der Weg von der amtlichen Zahl zur Einschätzung für ein konkretes Objekt.
Bauland im Bezirk Eferding: 138,2 Euro je Quadratmeter
Der Jahrgang 2025 weist für den Bezirk Eferding 138,2 Euro je Quadratmeter Baugrund aus. 2016 standen dort 81,5 Euro, das sind 69,6 Prozent Zuwachs. Die Stadt Wels liegt im selben Jahrgang bei 332,1 Euro und hat um 88,4 Prozent zugelegt. Woher dieser Zuwachs kommt und warum 2023 ein Knick in allen Reihen steckt, steht im Beitrag zur Entwicklung der Immobilienpreise in Wels.
Zwischen den Nachbarbezirken ordnet sich Eferding in der Mitte ein: Wels-Land kommt auf 206,7 Euro, Grieskirchen auf 94,3. Beim Zuwachs liegt Eferding hinten: Grieskirchen hat seit 2016 um 98,9 Prozent zugelegt, Wels-Land um 92,5, Eferding um 69,6. Ein niedriger Ausgangswert erklärt den Zuwachs nicht: Stroheim und Hartkirchen starteten 2016 beide bei 64,6 Euro und stehen heute bei 102,7 und 126,7 Euro.
Von Alkoven bis Haibach ob der Donau
| Gemeinde | 2016 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Alkoven | 134 | 215 | +60 % |
| Scharten | 78 | 212 | +169 % |
| Fraham | 88 | 195 | +121 % |
| Aschach an der Donau | 115 | 138 | +20 % |
| Eferding | 113 | 128 | +13 % |
| Hinzenbach | 79 | 128 | +61 % |
| Hartkirchen | 65 | 127 | +96 % |
| Pupping | 76 | 127 | +66 % |
| St. Marienkirchen an der Polsenz | 67 | 124 | +85 % |
| Stroheim | 65 | 103 | +59 % |
| Prambachkirchen | 50 | 102 | +103 % |
| Haibach ob der Donau | 36 | 68 | +92 % |
Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Jahrgänge 2016–2025 (veröffentlicht 28.05.2026). Bearbeitet: Jahrgänge zu Zeitreihen zusammengeführt, Veränderungen daraus berechnet.
An der Spitze des Bezirks steht Alkoven mit 215,2 Euro je Quadratmeter, dahinter Scharten mit 211,5 und Fraham mit 194,9. Das untere Ende der Tabelle hält Haibach ob der Donau mit 68,3 Euro. Der höchste Wert ist mehr als das Dreifache des niedrigsten, und beide stehen in derselben Tabelle.
Acht der zwölf Gemeinden liegen zwischen 100 und 140 Euro je Quadratmeter. Darüber stehen Alkoven, Scharten und Fraham, darunter Haibach ob der Donau mit 68,3 Euro.
Die Bezirkshauptstadt liegt unter dem Bezirksschnitt
Eferding selbst steht mit 127,8 Euro unter den 138,2 Euro des Bezirks. Auch der Zuwachs ist dort der niedrigste im ganzen Bezirk: von 113,2 auf 127,8 Euro, also 12,9 Prozent. Ähnlich flach verläuft die Reihe in Aschach an der Donau mit 19,8 Prozent.
Umgekehrt zeigt die Tabelle, wie schnell es in den Umlandgemeinden gegangen ist. Scharten hat sich von 78,5 auf 211,5 Euro bewegt, das sind 169,4 Prozent. Fraham liegt bei 121,5 Prozent, Prambachkirchen bei 103,4 Prozent und damit heute bei 101,5 Euro. Scharten, Fraham und Prambachkirchen haben damit stärker zugelegt als der Bezirk mit 69,6 Prozent und als die Stadt Wels mit 88,4 Prozent.
Was auf einer einzelnen Parzelle erzielbar ist, entscheiden Widmung, Bebaubarkeit und Zuschnitt. Die sehen wir uns vor dem Verkauf an.
Der Blick über die Bezirksgrenze
| Bezirk | 2016 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Bezirk Wels | 176 | 332 | +88 % |
| Bezirk Wels-Land | 107 | 207 | +92 % |
| Bezirk Eferding | 82 | 138 | +70 % |
| Bezirk Grieskirchen | 47 | 94 | +99 % |
Bezirksdurchschnitt in Euro je m² Baugrundstück. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Jahrgänge 2016–2025 (veröffentlicht 28.05.2026). Bearbeitet: Jahrgänge zu Zeitreihen zusammengeführt, Veränderungen daraus berechnet.
Für eine Bewertung ist der Vergleich mit den Nachbarbezirken mehr als eine Einordnung. Wer in Alkoven, Scharten oder Fraham verkauft, hat teure Nachbarbezirke im Rücken: Wels-Land liegt bei 206,7 Euro, Linz-Land bei 304,1 Euro. Die Zahlen für die Stadt selbst stehen im Beitrag zu den Grundstückspreisen Wels.
Eigentumswohnungen im Bezirk Eferding
| Bis 1960 | 1961–1990 | Ab 1991 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| unter 66 m² | 66–84 m² | über 84 m² | unter 66 m² | 66–84 m² | über 84 m² | unter 66 m² | 66–84 m² | über 84 m² | |
| ohne Balkon, Terrasse oder Garten | 2.366 | 2.366 | 2.366 | 2.156 | 2.156 | 2.156 | 3.429 | 3.429 | 3.429 |
| mit Balkon, Terrasse oder Garten | 3.584 | 3.584 | 3.584 | 3.210 | 3.210 | 3.210 | 3.840 | 3.840 | 3.840 |
Aufgrund einer geringen Anzahl an Transaktionen wird eine Kategorisierung nach Wohnflächen in diesem Bezirk unterlassen (Statistik Austria, Fußnote 4). Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Jahrgänge 2016–2025 (veröffentlicht 28.05.2026). Bearbeitet: Jahrgänge zu Zeitreihen zusammengeführt, Veränderungen daraus berechnet.
Die Außenfläche wirkt im alten Bestand viel stärker als im neuen. Bei Wohnungen mit Baujahr bis 1960 stehen 2.366 Euro je Quadratmeter ohne Balkon, Terrasse oder Garten gegen 3.584 Euro mit. Ab Baujahr 1991 sind es 3.429 gegen 3.840 Euro. Im Neubau gehört die Loggia zum Standard und wird eingepreist, im Altbestand ist sie die Ausnahme und wird bezahlt. Am günstigsten ist die Periode 1961 bis 1990 mit 2.156 Euro ohne und 3.210 Euro mit Außenfläche.
Die Statistik Austria unterteilt den Bezirk nicht nach Wohnungsgröße. Je Baujahrsperiode steht ein Wert über alle Flächenklassen. Was eine kleine Wohnung je Quadratmeter mehr bringt als eine große, kommt aus Vergleichsobjekten. Wie Balkon, Größe und Baujahr in der Stadt selbst wirken, steht im Beitrag zu den Wohnungspreisen Wels.
Häuser: die Wohnfläche drückt den Quadratmeterpreis
| Bis 1960 | 1961–1990 | Ab 1991 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| unter 110 m² | 110–150 m² | über 150 m² | unter 110 m² | 110–150 m² | über 150 m² | unter 110 m² | 110–150 m² | über 150 m² | |
| Kategorie A, Grundstück unter 730 | 2.411 | 2.092 | 1.592 | 2.835 | 2.459 | 1.872 | 4.074 | 3.534 | 2.690 |
| Kategorie B, Grundstück 730 - 930 m² | 2.288 | 1.985 | 1.511 | 3.207 | 2.782 | 2.117 | 4.026 | 3.493 | 2.658 |
| Kategorie C, Grundstück über 930 m² | 2.975 | 2.580 | 1.964 | 3.388 | 2.939 | 2.237 | 3.870 | 3.357 | 2.555 |
Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Jahrgänge 2016–2025 (veröffentlicht 28.05.2026). Bearbeitet: Jahrgänge zu Zeitreihen zusammengeführt, Veränderungen daraus berechnet.
In der mittleren Grundstückskategorie, also 730 bis 930 Quadratmeter Grund, hängt der Quadratmeterpreis stark an der Wohnfläche. Beim Baujahr ab 1991 reicht die Spanne von 4.026 Euro für ein Haus unter 110 Quadratmetern bis 2.658 Euro für ein Haus über 150 Quadratmetern. Beim Baujahr bis 1960 sind es 2.288 Euro gegen 1.511 Euro.
Dieser Verlauf überrascht viele Eigentümer, hat aber einen handfesten Grund: Fundament, Dach, Heizung, Bad und Anschlüsse kostet jedes Haus einmal, und bei kleiner Wohnfläche verteilen sich diese Posten auf wenige Quadratmeter. Der Quadratmeterpreis sinkt also mit der Wohnfläche. Was in Summe herauskommt, rechnet sich erst mit der tatsächlichen Fläche des Hauses. Beim Einfamilienhaus wird genau so gerechnet, nämlich über den Sachwert: Bodenwert plus Bauwert minus Alterswertminderung. Die Einzelheiten stehen im Beitrag zu den Hauspreisen Wels.
Was eine vermietete Wohnung im Bezirk bringt
| Nettomiete | Betriebskosten | zusammen | |
|---|---|---|---|
| Alle Hauptmietwohnungen | 6,89 € | 2,50 € | 9,35 € |
| Gemeindewohnung | 6,44 € | 2,20 € | 8,58 € |
| Genossenschaftswohnung | 6,16 € | 2,61 € | 8,76 € |
| private Hauptmiete | 8,05 € | 2,35 € | 10,31 € |
| befristeter Vertrag | 8,42 € | 2,42 € | 10,74 € |
| unbefristeter Vertrag | 6,42 € | 2,52 € | 8,92 € |
| Baujahr vor 1919 | 7,64 € | 2,21 € | 9,76 € |
| Baujahr 1961 bis 1970 | 5,86 € | 2,57 € | 8,38 € |
| Baujahr 2011 und später | 8,64 € | 2,65 € | 11,25 € |
Statistik Austria, Mikrozensus-Wohnungserhebung, Tabellenband „Wohnen 2025“ (erstellt 10.06.2026). Bearbeitet: einzelne Zeilen herausgezogen.
Für oberösterreichische Gemeinden bis 10.000 Einwohner und damit für die Gemeinden des Bezirks Eferding weist die amtliche Wohnkostenerhebung 2025 9,12 Euro je Quadratmeter inklusive Betriebskosten aus. Netto sind es 6,85 Euro, die Betriebskosten weist die Erhebung mit 2,35 Euro je Quadratmeter aus. Den Betriebskostenanteil nennt sie mit 26,1 Prozent, und das ist der Posten, der bei Vergleichen am häufigsten untergeht: Im Inserat steht die Nettomiete, am Konto des Mieters landet die Bruttomiete.
Für eine Anlegerwohnung zählt nicht der Durchschnitt, sondern der erzielbare Ertrag, und der hängt am Mietvertrag mindestens so stark wie an der Wohnung. Welcher Mietzins zulässig ist, steht im Mietspiegel Wels und im Mietzins-Rechner Wels.
Was der Bezirksdurchschnitt über Ihre Liegenschaft nicht weiß
Die amtlichen Werte sind geometrische Mittel über die Kaufverträge privater Haushalte der jeweils letzten fünf Jahre, älter abgeschlossene Verträge auf das Preisniveau des Jahrgangs hochgerechnet. Was am Ende über den Preis entscheidet, steht in keiner dieser Spalten:
- Die Hochwasserzone. Im Eferdinger Becken und entlang der Donau gehört die Einstufung vor dem Verkauf geklärt und dokumentiert. Fehlt das, verhandelt der Käufer mit dem schlechtesten anzunehmenden Fall.
- Der Zustand und die Energie. Baujahr, Sanierungsstand, Heizsystem und Fenster schlagen bei Häusern stärker durch als die Gemeinde, in der sie stehen.
- Der Mietvertrag. Ein unbefristeter Altvertrag mit Kategoriebetrag kann den Verkehrswert einer Wohnung halbieren. Das ist kein Mangel, gehört aber in die Bewertung.
Was Widmung, zulässige Dichte und Aufschließung am Grundwert verändern, steht im Beitrag zu den Grundstückspreisen Wels.
Wie eine Bewertung im Bezirk Eferding abläuft
Wir sehen uns die Liegenschaft vor Ort an. Für die erste Einschätzung genügen Adresse, Grundstücksgröße und Wohnfläche, Baujahr und die wichtigsten Sanierungen. Hilfreich sind Grundbuchauszug, Plan und bei vermieteten Objekten der Mietvertrag, bei Wohnungen zusätzlich die letzte Jahresabrechnung der Hausverwaltung. Den Energieausweis brauchen wir ohnehin: Seine Kennwerte gehören in jedes Inserat (§ 3 EAVG 2012), und der Käufer bekommt ihn vor seiner Vertragserklärung (§ 4 Abs. 1 EAVG 2012). Liegt keiner vor, organisieren wir ihn.
Danach wird gerechnet, und zwar mit dem Verfahren, das zum Objekt passt: Vergleichswert bei Grundstücken und Eigentumswohnungen, Sachwert beim Einfamilienhaus, Ertragswert bei vermieteten Objekten. Die amtlichen Gemeindewerte dieser Seite sind dabei die Gegenprobe zum gerechneten Wert. Welche Verfahren wann gelten und welche Unterlagen wofür gebraucht werden, steht ausführlich im Beitrag zur Immobilienbewertung Wels.
Die Wertindikation ist kostenlos, bleibt unverbindlich und ersetzt kein Gutachten. Nach dem Termin wissen Sie, mit welchem Preis Sie in den Markt gehen können und welche Unterlagen vor der ersten Besichtigung noch fehlen.
Häufige Fragen
Was ist mein Haus in Eferding wert?
Das hängt an Gemeinde, Grundstück, Baujahr, Wohnfläche und Zustand. Als Größenordnung: Im Jahrgang 2025 liegen Häuser mit mittlerem Grundstück und Baujahr ab 1991 zwischen 4.026 und 2.658 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, beim Baujahr bis 1960 zwischen 2.288 und 1.511 Euro. Welche Zahl für Ihr Haus gilt, sehen wir uns an Ort und Stelle an.
Was kostet ein Quadratmeter Bauland in Eferding?
Amtlich 138,2 Euro im Bezirksschnitt des Jahrgangs 2025. Die Bandbreite in den Gemeinden reicht von 215,2 Euro in Alkoven bis 68,3 Euro in Haibach ob der Donau. Für ein konkretes Grundstück entscheidet zusätzlich die Widmung und die zulässige Bebaubarkeit.
Was kostet ein Quadratmeter Bauland in Alkoven?
215,2 Euro im Jahrgang 2025, der höchste Wert des Bezirks. Zum Vergleich: die Stadt Eferding liegt bei 127,8 Euro. Was den Preis einer einzelnen Parzelle macht, sind Widmung, Bebaubarkeit und Zuschnitt.
Kann ich eine Immobilie in Eferding bewerten lassen, ohne zu verkaufen?
Ja, und das ist im Bezirk ein häufiger Anlass: Scheidung, Verlassenschaft, Schenkung, Pflichtteil, Finanzierung oder einfach die Frage, wo man steht. Für die Orientierung genügt die Wertindikation. Verlangt ein Gericht, ein Notar oder eine Bank den Wert, sagen wir Ihnen, welche Unterlage dort gebraucht wird.
Was kostet eine Bewertung?
Nichts, bis zur Unterschrift ist bei uns alles kostenlos, die Einschätzung eingeschlossen. Sie verpflichtet Sie zu nichts und ersetzt kein Gutachten. Was ein schriftliches Verkehrswertgutachten davon unterscheidet, steht in der Immobilienbewertung Wels.
Was ist meine Wohnung in Eferding wert?
Amtlich zwischen 2.156 Euro je Quadratmeter (Baujahr 1961 bis 1990, ohne Balkon oder Terrasse) und 3.840 Euro (ab Baujahr 1991, mit Außenfläche). Die Statistik unterteilt den Bezirk nicht nach Wohnungsgröße, der Rest kommt aus Vergleichsobjekten.
Was kostet Bauland in Prambachkirchen oder Hartkirchen?
101,5 Euro in Prambachkirchen, 126,7 in Hartkirchen, gegenüber 138,2 Euro im Bezirksschnitt. Genau deshalb steht auf dieser Seite jede der zwölf Gemeinden einzeln, und deshalb fängt eine Bewertung bei der Adresse an.